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Was macht eine gute Teekanne aus?
Eine Teekanne ist das Instrument, das jede Tasse prägt, die du eingießt: Ihr Material entscheidet, wie Hitze, Aroma und Textur das Blatt erreichen. Deshalb umfasst diese Kollektion mehr als zweihundert Kannen — vom günstigen Borosilikatglas unter €15 und handlichen 200–250-ml-Porzellankannen bis zu den Klassikern aus unglasiertem Ton: Yixing zisha, Jianshui, Nixing und Kyusu im japanischen Stil. Ein Werkzeug, viele Philosophien.
Welches Kannenmaterial passt zu deinem Tee?
| Material | Charakter | Ideal für | Pflege |
|---|---|---|---|
| Yixing zisha | Unglasierter, poröser Ton aus „purpurnem Sand“, der sich mit dem Gebrauch einfährt | Oolong, Puer, roter Tee | Eine Teefamilie pro Kanne; nur heißes Wasser, niemals Spülmittel |
| Jianshui-Ton | Dichter Ton aus Yunnan, oft auf sanften Glanz poliert; hält die Wärme gut | Puer und andere dunkle Tees | Heiß ausspülen, ohne Deckel an der Luft trocknen lassen |
| Nixing-Ton | Feinkörniger Ton aus Guangxi, entwickelt schnell einen Schimmer | Roter Tee, dunkle Tees, Puer | Wie zisha: Tee und Wasser, sonst nichts |
| Porzellan | Glasiert und neutral, fügt nichts hinzu | Jeder Tee; besonders grüne und weiße | Mühelos — es behält nie einen Geschmack |
| Borosilikatglas | Hitzefest, neutral, zeigt den Aufguss und das tanzende Blatt | Alltagsbrühen, Kräutermischungen, große Runden | Ausspülen oder spülen wie jedes Glas |
| Kyusu | Kanne mit Seitengriff und feinem eingebautem Sieb, Eingießen mit einer Hand | Japanische Grüntees: Sencha, Gyokuro | Zügig leeren, offen trocknen |
Warum schwören Teemenschen auf Yixing-Teekannen?
Yixing in der Provinz Jiangsu ist das anerkannte Zentrum der zisha-Keramik — eine Stadt, die dem Handwerk so verschrieben ist, dass sie ein eigenes Teekannenmuseum beherbergt und als Hauptstadt der Teekeramik gilt. Zisha-Wände sind unglasiert und mikroporös: Sie nehmen eine Spur jeder Session auf, und über Monate rundet die Kanne raue Kanten ab und vertieft die Tees, die sie am besten kennt. Genau darin liegt der Sinn der Regel „ein Tee pro Kanne“ — eine eingefahrene Kanne wird zum Instrument, gestimmt auf eine einzige Teefamilie.
Welche Kannengröße brauchst du?
Fürs Gongfu-Brühen wähle klein: 100–200 ml, kombiniert mit reichlich Blatt und kurzen, wiederholten Aufgüssen. Die Methode selbst — Kanne oder Gaiwan mit heißem Wasser vorwärmen, dann kurz ziehen lassen und vollständig abgießen — entstand vor Jahrhunderten in Chaozhou. Für den Schreibtisch oder den Familientisch reicht die Glas-Seite der Kollektion von 165 ml bis 1,5 Liter, darunter „Easy Gongfu“-Kannen mit Druckknopf, die den fertigen Aufguss in eine Kammer darunter ablassen, sodass das Blatt nie überzieht, sowie Kannen mit herausnehmbaren Edelstahlsieben.
Wie wählst du deine erste Teekanne?
Stimme die Kanne auf den Tee ab, den du tatsächlich am häufigsten trinkst. Eine Kanne aus Glas oder Porzellan ist der sichere Allrounder für den Start; eine unglasierte Tonkanne ist ein Bekenntnis — und ein lohnendes — zu deinem Lieblings-Oolong oder -Puer. Nimm sie selbst in die Hand und entdecke sie im Moychay-Teeclub — Rozengracht 92H, Amsterdam.
Fakten und Zahlen in diesem Guide basieren auf “Geography of Chinese Tea” von Sergey Shevelev, dem Gründer von Moychay — geschrieben, nachdem er jede teeproduzierende Provinz Chinas bereist hat.