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Was ist ein Gaiwan?
Ein Gaiwan ist eine chinesische Deckelschale zum Teebrühen — drei Teile: Schale, Deckel und Untersetzer — die Teekanne und Tasse in einem ist. Kippst du den Deckel an, hält er die Blätter zurück, während du ausgießt; hebst du ihn ab, kannst du zwischen den Aufgüssen am feuchten Blatt riechen. Er ist das vielseitigste Gefäß der chinesischen Teekultur: grüner, weißer Tee, Oolong, roter Tee oder Puer — ein Gaiwan brüht sie alle. Diese Kollektion umfasst achtzehn davon, vom klassischen weißen Dehua-Porzellan-Gaiwan für unter €15 bis zu holzgebrannten und von Künstlerhand bemalten Stücken für €200.
Welches Gaiwan-Material solltest du wählen?
Der Großteil des Sortiments stammt aus Dehua, der Stadt in Fujian, die für ihr elfenbeinweißes Porzellan berühmt ist — ergänzt durch transluzente Ice-Jade-Modelle, glasierte Designs und rustikale holzgebrannte Keramik, teils mit gehämmerten oder strukturierten Wänden und passenden Untersetzern.
| Material | Was es deinem Tee gibt |
|---|---|
| Weißes Dehua-Porzellan | Glasiert und völlig neutral — zeigt jeden Tee ehrlich. Der Maßstab für Verkostungen und der ideale erste Gaiwan |
| Ice-Jade-Porzellan | Dünne Wände mit kühler, jadeartiger Transluzenz — eine elegante Wahl für zarte grüne und weiße Tees |
| Glasierte & handbemalte Keramik | Brüht so neutral wie Porzellan und bringt Farbe und Charakter — darunter Stücke der niederländischen Keramikkünstlerin Tineke van Gils |
| Holzgebrannte Keramik | Dickere Wände halten die Hitze länger für Oolong und Puer; die Flammen des Brennofens zeichnen jede Oberfläche, kein Stück gleicht dem anderen |
Auch die praktischen Details variieren: Ein kürbisförmiges Modell versteckt einen eingebauten Filter, und ein hoch gebautes Dehua-Design hebt den Deckelknauf weit über den Dampf.
Wie brühst du Tee im Gaiwan?
Wärme den Gaiwan mit heißem Wasser vor und fülle die Schale fürs Gongfu-Brühen etwa zu einem Drittel mit Blättern. Nimm Wasser knapp unter dem Siedepunkt für Oolong, roten Tee und Puer, kühleres für grünen und weißen Tee. Lass kurz ziehen — Sekunden statt Minuten — und gieße vollständig ab, mit dem angekippten Deckel als Sieb. Der Griff ist einfach: Daumen und Mittelfinger fassen den ausgestellten Rand, der Zeigefinger ruht auf dem Deckelknauf. Der Rand bleibt kühl, auch wenn die Wände heiß sind — die richtige Haltung zählt also mehr als Asbestfinger.
Gaiwan oder Teekanne — was kommt zuerst?
Wenn du dir ein Gongfu-Setup aufbaust, beginne mit einem Gaiwan: Er kostet weniger als eine gute Tonkanne, nimmt keinen Geschmack an, ist in Sekunden ausgespült und lässt dich das Blatt bei jedem Schritt sehen und riechen. Eine eigene Teekanne kommt später, wenn du weißt, welcher Tee eine verdient. Ob du ein Porzellan-Arbeitstier für jeden Tag suchst oder ein holzgebranntes Unikat — entdecke sie im Moychay-Teeclub, Rozengracht 92H, Amsterdam.