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Was ist japanischer Tee?
Japanischer Tee ist vor allem grüner Tee – und was ihn auszeichnet, ist Dampf. Anders als chinesische Grüntees, die in heißen Woks geröstet werden, werden japanische Blätter binnen Stunden nach der Ernte gedämpft. Das Dämpfen stoppt die Oxidation fast augenblicklich und bewahrt die leuchtend grüne Farbe und das typisch japanische Profil: pflanzlich, grasig, sanft marin, mit der tiefen, herzhaften Süße namens Umami.
Welche Haupttypen von japanischem Grüntee gibt es?
Sencha
Der Alltagsklassiker und der meistgetrunkene Tee Japans. Gedämpft, zu glänzenden Nadeln gerollt und getrocknet, balanciert Sencha grasige Frische, Süße und eine angenehm belebende Kante. Auf die Dämpftiefe kommt es an: Leicht gedämpfter Sencha ist klar und knackig, tief gedämpfter (Fukamushi) fließt trüb, dicht und süß in die Tasse.
Gyokuro
Der beschattete Aristokrat. In den letzten Wochen vor der Ernte wachsen die Büsche unter Schattennetzen; ohne direkte Sonne sammelt das Blatt Aminosäuren statt Bitterkeit. Das Ergebnis ist ein intensiv süßer, brühiger, Umami-reicher Tee, der kühl aufgebrüht und in kleinen Schlucken getrunken wird.
Hojicha
Grüner Tee von seiner röstigen Seite: Sencha, Bancha oder Stängel werden nussbraun geröstet. Die Röstung tauscht Grasigkeit gegen warme Noten von Karamell, Toast und Kakao und gibt Hojicha seinen berühmt sanften, abendtauglichen Charakter. Beliebt ist er auch als Hojicha-Pulver – die geröstete Antwort auf Matcha in Lattes und Desserts.
Genmaicha
Grüner Tee gemischt mit geröstetem Naturreis, einige Körner aufgepoppt wie winziges Popcorn. Wohlig, nussig und leicht – ein Favorit zu den Mahlzeiten.
Kukicha
Ein Tee aus Stängeln und Stielen, die bei der Produktion von Sencha und Gyokuro übrig bleiben: leicht, cremig und von Natur aus süß.
Du suchst Matcha? Das steingemahlene zeremonielle Pulver hat seine eigene Matcha-Kollektion.
Japanische Tees im Überblick
| Tee | Verarbeitung | Geschmack | Koffein-Charakter | Wann trinken |
|---|---|---|---|---|
| Sencha | Gedämpft, gerollt, getrocknet | Grasig, frisch, belebend-süß | Lebendig, ausgewogen | Morgens und tagsüber |
| Gyokuro | Schattenanbau, gedämpft | Süß, brühig, tiefes Umami | Konzentriert, aber weich | Langsame, fokussierte Sessions |
| Hojicha | Gerösteter Grüntee | Röstig, Karamell, Kakao | Sanft | Nachmittags und abends |
| Genmaicha | Grüntee + gerösteter Reis | Nussig, warm, wohlig | Mild | Zum Essen, jederzeit |
| Kukicha | Stängel und Stiele | Leicht, cremig, süß | Weich | Abends, unkompliziert |
Wie brühst du japanischen Grüntee auf?
Die goldene Regel: kühleres Wasser, als du denkst. Sencha mag Wasser deutlich unter dem Siedepunkt und kurze Ziehzeiten; Gyokuro geht noch kühler, mit mehr Blatt pro Wasser und geduldigen, winzigen Aufgüssen. Geröstete Tees sind nachsichtig – brühe Hojicha und Genmaicha mit fast kochendem Wasser auf. Eine Kyusu, die japanische Seitengriffkanne mit feinem Sieb, macht jeden Aufguss klarer und süßer.
Wir beziehen unsere japanischen Tees direkt von den Produzenten und verkosten jedes Los, bevor es ins Regal kommt. Bestellungen versenden wir aus unserem Amsterdamer Lager in die Niederlande und ganz Europa, und im Moychay-Teeclub kannst du jederzeit probieren, bevor du kaufst – Rozengracht 92H, Amsterdam.
